Skatkarten legen

Um neue Erkenntnisse zu einer Situation oder über dich selbst zu gewinnen, reichen oft bereits Skatkarten aus. Das Kartenlegen mit Skatkarten ist vor allem für diejenigen interessant, die das Kartenlegen und die damit verbundenen Einblicke neu kennenlernen möchten. Besonderer Vorteil bei Skatkarten ist natürlich, dass in vielen Haushalten bereits welche vorhanden sind, auf die du dann einfach zugreifen kannst. Zwar bieten die Skatkarten nicht die speziellen Bezüge, die Tarotkarten, Lenormandkarten, Zigeunerkarten oder andere Formen von Wahrsagekarten leisten, dennoch kannst du erstaunlich viele Lebenssituationen mithilfe der Skatkarten entschlüsseln und Anregungen und Hilfe aus den Karten ziehen.

Welche Fragen kann ich den Skatkarten stellen?

Wie bereits erwähnt, eignen sich die Skatkarten vor allem für Neueinsteiger ins Kartenlegen. Aber auch erfahrene Kartenleger greifen gerne auf Skatkarten zurück. Jede der 32 Spielkarten kommt beim Kartenlegen eine eigene Bedeutung zu, zudem lassen sich für die Deutung auch die vier Farben und die Unterscheidung nach Zahlenkarten und Hofkarten heranziehen. Das macht die Skatkarten erstaunlich flexibel und sehr zugänglich für sehr unterschiedliche Fragen zu deiner Lebenssituation, deiner Gefühlswelt oder deinem Alltag. Besonders zukünftige Entwicklungen und die Abfolge von Ereignissen lassen sich aus dem Legen der Skatkarten erschließen.

Ursprung der Skatkarten

Die Skatkarten haben, wie viele Spielkarten, ihren Ursprung vermutlich im asiatischen Raum. Seit dem 12. Jahrhundert sind dort Spielkarten bekannt und von dort kamen die ersten Spielkarten im 14. Jahrhundert nach Europa. Vor allem die Kirche war ausgesprochen skeptische gegenüber den Karten, in verschiedenen Ländern Europas waren sie zunächst verboten. Da aufgrund der teuren Herstellung in erster Linie der Adel sich mit Spielkarten unterhielt, etablierten sich allerdings schnell die Karten in höheren Kreisen und mit fortgeschrittener Technik dann auch in die niederen Stände. Daraus entwickelten sich dann auch die heutigen Skatkarten, aber auch verschiedene Wahrsagekarten hatten ihren Ursprung in diesen ersten Spielkarten. Neben dem Kartenspiel war das Kartenlegen ebenfalls bereits früh verbreitet.

Grunddeutungen der Skatkarten

Damit du die Skatkarten beim Kartenlegen näher deuten kannst, hilft es, die Grundordnung der Skatkarten als Wahrsagekarten zu kennen. Wie immer ist es beim Kartenlegen wichtig, auf deine Intuition und deine spirituelle Ebene zu hören. Darüber hinaus besitzen die Skatkarten einige Kategorisierungen, die dir weiterhelfen. Die einfachste ist zunächst die Unterscheidung nach Zahlenkarten und Hofkarten. Die Hofkarten stellen die Personenkarten dar. Sie repräsentieren oft eine bestimmte Person in deinem Umfeld (oder dich selbst), können aber auch als Ankerpunkt in deiner Interpretation oder Verstärkungskarten fungieren. Die Zahlenkarten haben neben ihrer Eigenbedeutung ebenfalls einen verstärkenden oder abschwächenden Effekt.

Die zweite Grundordnung betrifft die vier Farben. Herzkarten betreffen deine emotionale Ebenen, vor allem im Bereich Liebe, Gefühle und Bedürfnisse. Die Karokarten beschreiben die materielle Ebene, vor allem deine finanzielle Situation. Die Pikkarten sind in ihrer Grundbedeutung vor allem Emotionen und Beziehungen wie Wahrheit, Freundschaft und Dankbarkeit vorbehalten. Letztlich sind die Kreuzkarten ein Zeichen für Verlust oder Kummer. Sie sind meist negativ.

Die Grundordnung gibt dir einen ersten Überblick. Dazu hat jede Einzelkarte eine Einzelbedeutung. Grunddeutungen und Einzelbedeutung ergeben dann in einem Gesamtbild den Einblick auf deine Frage an die Karten. Wichtig hier sind die Einzelkarten Herzdame und Herzkönig, die dich beziehungsweise deine Bezugsperson repräsentieren (je nachdem, ob du weiblich oder männlich bist). Viele Karten einer Farbe verstärken die grundsätzliche Aussage der Farbe, beispielsweise warnen dich viele Pikkarten eindringlich vor etwas, viele Herzkarten weisen auf starke Gefühle usw.

Für deine Deutung der Karten sind die Personenkarten stets dein Ausgangspunkt. Diese betrachtest du zuerst und interpretierst, wofür oder für wen die Personenkarte steht. Anschließend sind die direkt umliegenden Karten für die Deutung wichtig. Sie zusammen zeigen dir die aktuelle und nahe Situation auf. Je weiter du die Karten nach links deutet, desto mehr vergangene Einflüsse werden dir gezeigt. Entsprechend geben dir die Karten weiter rechts Aufschlüsse über die weitere Zukunft. Jede Interpretation wird dabei vor allem durch deine Intuition und die Gefühle, die du bei der Deutung hast, getrieben. Aus deinem Unterbewusstsein ergibt sich dann die Gesamtgeschichte, die dir die Karten mitteilen wollen.

Welche Legesysteme gibt es?

Um die Skatkarten als Wahrsagekarten kennenzulernen, eignen sich zunächst einfache Legesysteme. Betrachte das Kartenlegen spielerisch und versuche dich an der Interpretation des Gesamtbildes. Konzentriere dich dafür zunächst und formuliere eine klare und einfache Frage in deinem Kopf. Nehme dann die Karten zur Hand und mische diese.

Die gemischten Karten lege dann verdeckt als Stapel vor dich hin. Heben dann mit der linken Hand zwei Stapel ab und lege sie neben den verbliebenen Stapel. Drehe die drei Kartenstapel nacheinander mit der linken Hand um. Nun siehst du vor dir drei aufgedeckte Karten, eine Form der 3er-Legung. Von links nach rechts gedeutet, geben dir die Karten einen Hinweis auf zukünftige Ereignisse.

Eine weitere einfache Variante ist das Legen einer 4er-Legung, bei der nun vier Karten – links, rechts, oben, unten – ausliegen. Hier ist die obere Karte der Ausgangspunkt für deine Deutung der Karten. Diese Legesysteme solltest du erst einmal üben, dann kannst du mit den Skatkarten auch komplexere Legesysteme auslegen und interpretieren. Die größeren Legungen geben dir dann auch einen tieferen Einblick in deine Frage.

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