[Taro-Cards]

Tarot Legesysteme

Tarot ist eines der bekanntesten Instrumente zum Wahrsagen. Das Legen der Tarotkarten hat eine sehr lange Tradition und erfreut sich bis heute einer sehr großen Beliebtheit. Das Tarot kann dir dabei helfen, Antworten auf Fragen zu deiner Lebenssituation und deinen Gefühlen zu finden. Dabei kannst du den Karten Fragen aus allen Lebensbereichen stellen, sei es die Liebe, Beziehungen, Beruf, Familie, das Lebensglück, Freundschaften oder anderen Themen, die dich bewegen. Damit dir die Tarotkarten eine hilfreiche Antwort geben können, ist das richte Legesystem für deine Frage wichtig. Nachfolgend sollen daher ein paar typische Legesysteme für das Tarot vorgestellt werden.

Kleines Kreuz

Das Kleine Kreuz ist vor sehr viele unterschiedliche Fragen geeignet. Es gibt dir vor allem einen Wegweiser zu deiner Frage, daher sind Entscheidungsfragen besonders interessant für das Kleine Kreuz. Dieses einfache System ist vor allem gut für dich geeignet, wenn du noch nicht so viel Erfahrung in der Deutung der Tarotkarten gesammelt hast.

Hier legst du vier Karten aus. Sie bilden die jeweiligen Arme des Kreuzes. Die erste Karte legst du nach links, die zweite Karte nach rechts, die dritte Karte nach oben und die letzte Karte nach unten. Die erste Karte ist der Signifikator. Sie bestimmt das Thema, das dich genau beschäftigt. Die zweite, rechte, Karte sagt dir, was du in dieser Situation nicht machen solltest oder worüber du hier nicht nachdenken musst. Die dritte, obere, Karte gibt dir einen Hinweis, was du tun solltest oder worüber du bei diesem Thema nachdenken solltest. Schließlich gibt dir dir vierte, untere, Karte einen weiteren Weg oder dein Handeln an.

Entscheidungsspiel

Das Entscheidungsspiel sagt dir bereits, welche Art von Fragen sich für dieses Legesystem besonders eignet. Wenn du vor einer Entscheidung mit zwei Alternativen stehst und du einen Hinweis benötigst, wofür du dich entscheiden sollst, dann lege die Tarotkarten als Entscheidungsspiel. Dabei kann deine Frage aus allen Lebensbereichen stammen. Die Karten geben dir dann einen Hinweis, was jeweils bei den Alternativen auf dich wartet.

Die ausgelegten Karten ergeben einen sich gabelnden Weg – gelegt sieht das dann aus wie ein Kleinerzeichen. Das Auslegen der Karten folgt jedoch einer bestimmten Struktur. Die erste Karte legst du nach oben und leicht rechts von dir. Die zweite Karte legst du mit etwa zwei Kartenlängen Abstand darunter. Die dritte Karte legst du eine halbe Kartenlänge nach unten versetzt neben die erste Karte. Die vierte Karte kommt dann unter die dritte Karte – liegt somit etwa eine halbe Kartenlänge nach oben und links versetzt neben der zweiten. Die fünfte Karte legst du etwa eine halbe Kartenlänge nach oben versetzt rechts neben die erste. Die sechste Karte legst du unterhalb der fünften, eine halbe Kartenlänge nach unten rechts von der zweiten Karte. Die siebte Karte legst du schließlich auf jeweils halber Höhe links der dritten und vierten Karte. Diese Karte ist der Ausgangspunkt der Gabelung.

Die siebte Karte ist der Signifikator. Diese Karte bestimmt näher, worum es in deiner Entscheidung geht. Sie repräsentiert deine Frage. Der obere Arm – die Karten drei, eins und fünf – erzählen dir, was dir unter der ersten Alternative wiederfährt. Der zweite Arm – die Karten vier, zwei und sechs – vermitteln dir entsprechend die Geschehnisse unter der zweiten Alternative. Die jeweiligen drei Karten der Alternativen stehen dabei nicht nur für die jeweiligen Ereignisse an sich, sondern auch deren Folgen und deine Gefühle im jeweiligen Weg.

Der Weg

Ein weiteres verbreitetes Legesystem ist “Der Weg”. Diese Legung ist besonders für Fragen geeignet, bei denen du wissen möchtest, ob du mit einer Situation richtig umgegangen bist oder richtig gehandelt hast und wie du mit der erfragten Situation zukünftig umgehen sollst. Auch hier kann das Thema aus allen Lebensbereichen stammen. Für Entscheidungen ist dieses System ebenfalls sehr gut geeignet.

Hier ist die Auslegung der Karten ebenfalls relativ simpelt. Das sich ergebene Bild ähnelt einem Turm mit Spitze. Die erste Karte ist genau die Spitze – du legst sie mittig nach oben. Leicht nach links versetzt wird die zweite Karte darunter gelegt. Wiederum unter diese Karte legst du die dritte Karte. Darunter kommt dann die vierte Karte. Die fünfte Karte legst du mit etwas Abstand neben die vierte Karte. Dann geht es wieder nach oben und du legst die sechste Karte über die fünfte und die siebte über die sechste.

Die Turmspitze, die erste Karte, ist der Signifikator. Hier wird die Situation beziehungsweise das eigentliche Problem beschrieben. Die Karten der linken Seite – zwei, drei und vier – repräsentieren die Vergangenheit. Hieraus kannst du dein Verhalten und deine Gefühle, die dich zu dieser Situation oder Frage geführt haben, ablesen. Die Karten der rechten Seite – siebte, sechste und fünfte – zeigen dir auf, wie du zukünftig mit dem Problem umgehen solltest.

Die Ebene unter der Spitze – die Karten zwei und sieben – stehen zudem für die bewusste Ebene deiner Entscheidung oder deine Handlung. Die Ebene darunter – die Karten drei und sechs – stehen für die unbewusste Ebene. Hier erkennst du deine Einstellung zum Thema und deine damit verbundenen Hoffnungen. Die wiederum darunter liegende Ebene – die Karten vier und fünf – stehen für die Außenwirkung. Hieran erkennst du, wie die Situation auf andere wirkt beziehungsweise wie du zukünftig in diesem Zusammenhang nach außen hin auftreten solltest.

Selbsterkenntnis

In diesem Legesystem fragst du nach dir selbst, sie ist also ein Instrument zur Selbstreflexion. Sie hilft dir zum Beispiel dabei, die innere Ruhe oder ein Lebensziel zu finden. Hierbei werden zehn Karten im Uhrzeigersinn ausgelegt. Du beginnst dabei auf der Zwei-Uhr-Position – die Sechs- und Zwölf-Uhr-Position ignorierst du. Die erste Karte steht für deine Selbstwahrnehmung, die zweite für deine Wahrnehmung der Umwelt und die dritte für deine Eigenschaften. Die vierte Karte steht für dein Liebensleben, die fünfte für die wichtigste Eigenschaft deines (gesuchten) Partners. Die sechste Karte steht für deine Lebensphase. Mit den Karten sieben und acht erfährst du innere Hemmnisse und unentdeckte Fähigkeiten. Die Karten neun und zehn verraten dir deine nächste Aufgabe und deine zukünftige Entwicklung

Viele weitere Legesysteme

Neben den aufgezeigten Legesystemen kannst du mit Tarotkarten noch viele weitere Systeme legen, die dir dann einen immer tieferen Einblick in deine Frage geben können. Das Beziehungsspiel, der blinde Fleck oder das Keltische Kreuz erweitern zum Teil die schon genannten Systeme, sind dabei aber noch relativ einfach zu legende Bilder. Daneben gibt es auf komplexere Legesysteme, wie beispielsweise das Hexagramm und die Große Tafel. Mit Intuition und etwas Erfahrung kannst du aber auch diese Systeme interpretieren und deuten lernen.