Tarot Tageskarte

Das Tarot ist beim Kartenlegen sicherlich eine bekannte Form und hat eine lange Tradition. Die Karten des Tarot sind in erster Linie zum Wahrsagen gedacht und dafür entwickelt worden. Ein typisches Kartendeck enthält heute 78 Karten, zu unterscheiden in das Große Arkana und das Kleine Arkana. Das Große Arkana besteht aus 22 Karten und das Kleine Arkana aus 56 Karten.

Die Geschichte des Tarot

Das Tarot hat eine so umfängliche Geschichte, das diese kaum hier abgebildet werden kann. Es entwickelte sich vermutlich im 15. Jahrhundert. Die gemeinsame Wortherkunft mit dem Begriff Trumpf legt nahe, dass sich das Tarot aus einem anderen Kartenspiel entwickelt hat. Sicher ist diese Gemeinsamkeit aber nicht, da der Begriff durchaus auch einen anderen Ursprung haben kann.

Den genauen Ursprung der Tarot-Karten ist ebenfalls nicht vollständig belegt. Die Karten des Großen Arkana stammen sehr wahrscheinlich von alten italienischen Spielkarten des 15., evtl. gar des 14. Jahrhunderts ab. Die Karten des Kleinen Arkana haben ihren Ursprung möglicherweise im arabischen Raum. Dort genutzte Spielkarten, häufig ein 52er-Kartendeck, haben Ähnlichkeiten zum Kartendeck des Kleinen Arkana.

Tarot verbreitete sich allerdings erst im 18. Jahrhundert und als Instrument des Kartenlegens wurde es vor allem im England des späten 19. Jahrhunderts populär. Hier entwickelte sich auch das heute gebräuchlichste Tarot-Kartendeck, das Rider-Waite-Tarot mit seinen 78 Karten und den entsprechenden Motiven.

Das Große Arkana

Das Tarot unterscheidet sich in das Große Arkana und das Kleine Arkana. Arkane bedeutet dabei so viel wie Geheimnis. Das Große Arkana besteht aus 22 Karten – sie bilden die Trumpfkarten. Sie stehen stellvertretend für die Einweihungsstufen oder die Bewusstseinsstufen, die du einbringst. Jede Trumpfkarte zeigt eine Person oder eine Sache mit eigener Bedeutung, die weiter unten erläutert wird. Die Karten sind nummeriert von 0 bis 21 in römischen Ziffern (0 – XI), wobei der Narr, die Karte 0, oft nicht beziffert wird.

Folgende Karten und ihre Grundbedeutung ergeben sich im Großen Arkana:

  • (0) Der Narr: Unwissenheit, Unbekümmertheit; auch: Aufgehen ins Nichts
  • (I) Der Magier: Selbstvertrauen, Willen
  • (II) Die Hohepriesterin: etwas ist verborgen, etwas Verborgenes wird offenbart
  • (III) Die Herrscherin: Fruchtbarkeit, Schönheit; auch: Lust
  • (IV) Der Herrscher: Wunsch nach Macht, beherrscht werden
  • (V) Der Hierophant: Sinnsuche, Wahrheit
  • (VI) Die Liebenden: (mögliche) Beziehungen
  • (VII) Der Wagen: gefestigt sein
  • (VIII) Die Gerechtigkeit: Gerechtigkeit, Verantwortlichkeit
  • (IX) Der Eremit: andächtig sein, sich von der Welt entfernen
  • (X) Das Rad des Schicksals: Teil des Lebens sein, nichts bleibt
  • (XI) Die Kraft: Kraft, Mut, Selbstvertrauen
  • (XII) Der Gehängte: Geduld, die Welt aus anderer Sicht sehen
  • (XIII) Der Tod: Wandel, etwas endet
  • (XIV) Die Mäßigkeit: Geduld, Ausgeglichenheit
  • (XV) Der Teufel: Widerspruchslosigkeit, Gewissensprüfung
  • (XVI) Der Turm: Engstirnigkeit, Weltbild, Überheblichkeit
  • (XVII) Der Stern: Inspiration, Selbstreflexion; auch: etwas, jemanden folgen
  • (XVIII) Der Mond: Gelassenheit, Hingabe, das Unbewusste
  • (XIX) Die Sonne: Hoffnung, klare Gedanken
  • (XX) Das Gericht: Erneuerung, Neubeginn, Ende des Leids
  • (XXI) Die Welt: Erfolg, Erkenntnisgewinn

Die einzelnen Karten haben insbesondere im Zusammenhang zueinander diverse Deutungsmöglichkeiten. Sie erzählen im Zusammenhang immer eine Geschichte, sodass sich die Einzelbedeutungen verknüpfen lassen oder lassen müssen.

Das Kleine Arkana

Die 56 Karten des Kleinen Arkana unterteilen sich in vier Farben – Stäbe, Kelche, Schwerter und Münzen. Die vier Farben lassen sich analog übertragen auf die Spielkarten – in der obigen Reihenfolge wären die Entsprechungen Kreuz, Herz, Pik und Karo. Jede Farbe besteht aus zehn Zahlenkarten (das Spielkarten-Ass ist hierin enthalten) sowie vier Hofkarten (die Bilder eines Spielkartendecks).

Die vier Farben stehen für die vier Elemente. Diesen vier Elementen sind wiederum Deutungen übergeordnet. Die Stäbe stehen für Feuer, das Feuer bedeutet Kraft, Wille und Intuition. Die Kelche repräsentieren Wasser, das Wasser steht für Gefühle und Instinkt. Die Münzen stehen für Luft, die Luft beschreibt Intelligenz. Die Schwerter repräsentieren die Erde, die Erde steht für praktisches Handeln.

Die jeweils vier Hofkarten sind König, Königin, Ritter und Bube (Page). Im Tarot werden diese Karten häufig unterschiedlich gedeutet, üblich ist aber meist, diese mit Personeneigenschaften zu verknüpfen. Dabei werden häufig den Hofkarten jeweils auch wieder die vier Elemente zugeordnet: König ist Feuer, Königin ist Wasser, Ritter ist Luft und Page ist Erde. Der König der Stäbe wäre somit Feuer-Feuer – und steht dann für besonders starke Willenskraft.

Die Deutung der Zahlenkarten ist dann eine Kombination aus dem Element und der Zahlensymbolik der Karte. Sie kann in der Auslegung dann in der Regel nur in Kombination mit den anderen Daten gedeutet werden. Auch hier wird wieder deutlich, dass das Tarot dir beim Auslegen eine Antwort aus der Kombination der Karten bringt.

Legesysteme

Im Tarot haben sich eine Reihe unterschiedlicher Legesysteme etabliert. Dabei erlaubt das Tarot auch relativ freie Legesysteme. Du kannst hier beispielsweise nur eine Tageskarte ziehen und auslegen. Hier wird dann ein Tagesthema gedeutet. Das geht dann auch für andere Zeitabschnitte wie eine Woche oder ein Monat.

Sicher eines der bekannteste Legesysteme ist das Keltische Kreuz. Hier werden zehn Karten gezogen und ausgelegt. Hier kannst du ein umfangreicheres Thema abfragen und dir mithilfe der Tarotkarten deuten lassen. Für einfachere Fragen kannst du auch ein einfaches Kreuz aus vier Karten legen. Hier soll dir die richtige Richtung einer Entscheidung aufgezeigt werden.

Angelehnt an das Kreuz kannst du auch ein Liebesorakel oder ein Beziehungsorakel auslegen. Hier werden dir Fragen zu Partnerschaft, Liebe und Beziehungen gedeutet. Hierfür ziehst du vier oder sieben Karten und legst sie entsprechend aus und deutest sie entsprechend der Reihenfolge.

Weiterhin gibt es noch weitere Legesysteme, beispielsweise für einfache Fragen eine 3er-Auslegung oder auch den Kompass. Die 3er-Auslegung eignet sich zum Beispiel für Tagesvorhersagen. Beim Kompass fragst du nach einer Entscheidungshilfe. Im einfachen Fall legst du hier vier Karten aus, bei neu aufkommenden Fragen legst du mehr aus.zum Großen Arkana, 56 Karten zum Kleinen Arkana. Sie symbolisieren große und kleine Geheimnisse. Die Karten des Kleinen Arkana beinhalten die vier Symbole Stäbe, Münzen, Schwerter und Kelche (mit zehn Zahlenkarten und vier Hofkarten jeweils). Auch die Karten des Großen Arkana sind nummeriert mit der Ausnahme des Narr, der ohne Nummer bleibt (eigentlich die 0).

Die vier Symbole des Kleinen Arkana stehen dabei für die vier Elemente. Stäbe repräsentieren das Feuer, das wiederum für Willenskraft und Intuition steht. Münzen repräsentieren die Erde, ein Synonym für praktisches Handeln. Schwerter stehen für die Luft, die auf den Intellekt anspielt. Kelche stehen schließlich für das Wasser, das wiederum die Gefühle und den Instinkt repräsentiert.

Die Motive der Tarot-Karten sind abstrakter als bei den Lenormand-Karten, doch beim Online-Kartenlegen bekommst du die Motive und Symbole noch einmal genau erklärt. So kannst du schnell die Antwort auf deine Frage deuten lernen. Je nach Legesystem kannst du einfache und komplexere Fragen stellen. Ganz einfache Ja-Nein-Fragen sind jedoch nicht möglich. Die Tageskarte gibt dir Auskunft über dein tagaktuelles Thema, beim Beziehungstarot kannst du jede Frage um Partnerschaft, Familie und Freundschaft beleuchten, und beim Liebestarot deine Fragen zum Thema Liebe, Sexualität und Partnerschaft.

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