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Weissagung durch Kartenlegen mit Lenormand-Karten

Bevor du beginnst die Lenormand Karten zu befragen, sammle dich und konzentriere dich auf dein Anliegen. Formuliere es möglichst klar. Am besten ist es, wenn du deine Frage aufschreibst. Du kannst auch die Karten zuerst mischen.

Deine Karten wurden gemischt

Welche Legung möchtest du durchführen?

  • Große Tafel
  • Dreier-Legung: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
  • Das Kreuz: Finde den richtigen Weg
  • Entscheidungsspiel: Lenormandkarten helfen dir, dich richtig zu entscheiden
  • Tageskarte: Kostenlos Tageskarte ziehen
  • Wochenkarte: Lenormand Karte für diese Woche legen
  • Monatskarte: Karte für diesen Monat ziehen

Deine Lenormand Kartenlegung - Die Dreierlegung

Du hast diese drei Karten gelegt:

  • Dame

  • Herr

  • Klee

Deine Lenormand Kartenlegung - Das Kreuz

Du hast diese vier Karten gelegt:

3. Richtiger Weg:
1. Darum geht es:
2. Falscher Weg:
4. Dahin führt es:

Deine Lenormand Kartenlegung - Das Entscheidungsspiel

Wenn du dich zwischen zwei Alternativen entscheiden musst, kann die Befragung der Lenormand-Karten hilfreich sein. Es können zwar keine ja/nein Fragen beantwortet werden, aber die Karten können dir helfen Tendenzen zu erkennen. Bei dieser Legung werden dir zwei Wege aufgezeigt. Letzendlich entscheidest du selbst, welcher der bessere und stimmigere Weg ist.

Wähle zuerst die Karte, die am besten dein Hauptthema wiedergibt. Wenn du wissen möchtest wofür jede Karte steht, dann findest du hier alle Lenormandkarten in der Übersicht. Klicke auf 'Karten anzeigen' und die Karten werden für dich gelegt:

Dein Hauptthema

Erster Weg:

Zweiter Weg:

Deine Lenormand Kartenlegung - Die Tageskarte

Deine Lenormand Kartenlegung - Die Wochenkarte

Deine Lenormand Kartenlegung - Die Monatskarte

Madame Lenormand

Die Lenormandkarten zählen zu den beliebtesten Karten zum Kartenlegen und der Wahrsagerei. Benannt sind die Lenormandkarten nach Marie-Anne Adélaïde Lenormand, einer bekannten Kartenlegerin im Frankreich des 19. Jahrhunderts. Die nach ihr benannten Karten sind vor allem bei spirituellen Fragen eine weitreichende Hilfe. Wenn man die Lebensgeschichte der Madame Lenormand betrachtet, überrascht das nicht – die auch als “Sibylle von Paris” bekannte Kartenlegerin überzeugte damals mit ihren spirituellen Fähigkeiten gar den französischen Hof. Doch es brachte ihr auch Verruf und gar eine Gefängnisstrafe ein. Ihre Lebensgeschichte ist spannend und natürlich eng verzahnt mit der Entwicklung der Lenormandkarten.

Wer war Madame Lenormand?

Marie-Anne Lenormand kam am 27. Mai 1772 in Alençon, einer kleinen Stadt in der Region Basse-Normandie im Norden Frankreichs, zur Welt. Sie war die älteste von drei – nach anderen Quellen zwei – Töchtern und einzige, die das Kleinkindalter überlebte. Ihr Vater war Kaufmann, starb jedoch – wie auch die Mutter – früh. Die noch sehr junge Marie-Anne kommt daraufhin in eine Klosterschule. Sie galt als rebellisch und zeigte bereits mit sieben Jahren ihre spirituellen Fähigkeiten, vor allem im Handlesen und Kartenlegen.

Diese Fähigkeiten brachten ihr schnell Probleme ein und sorgte für Missfallen bei den Klosterschwestern. Als sie die Absetzung der Äbtissin voraussagte und dies dann eintrat, wurde sie des Klosters verwiesen – keine zehn Jahre alt. Vermutlich mit 18 Jahren siedelte sie nach Paris über und eröffnete dort mit einer anderen Wahrsagerin – Madame Gilbert, möglicherweise eine Verwandte ihrer Mutter – ein “Büro für Wahrsagerei”. Es folgte eine erste Verhaftung, die jedoch nur ihre Bekanntheit in der Stadt erhöhte.

Um die Jahrhundertwende war ihr Geschäft recht erfolgreich. Sie arbeitete nun allein als Wahrsagerin, vor allem mithilfe der Karten. Ihre Kundschaft kam aus ganz Paris und aus allen Schichten, darunter auch der Adel. Madame Lenormand veröffentlichte zudem einige Schriften, die unter anderem Politik, die Gesellschaft und auch den Status der Frau betrafen. In den folgenden Jahren sah sich Madame Lenormand zwei Anklagen und kurzen Aufenthalten im Gefängnis gegenüber, die ein weiteres Mal ihre Bekanntheit steigerten. Möglicherweise waren die Gefängnisaufenthalte auch deshalb kurz, weil sie bereits zu dieser Zeit einige hochgestellte Persönlichkeiten zu ihren Kunden beziehungsweise ihrem Bekanntenkreis zählte.

Sie besuchte 1818 den Aachener Kongress und konnte dort Kontakte zu anderen europäischen Adelshäusern knüpfen, vor allem zum russischen Kaiserhaus. Sowohl der französische Kaiserhof als auch der russische Zarenhof ließen sich von Madame Lenormand in den folgenden Jahren immer wieder die Karten legen.

Nach der veränderten politischen Lage in Frankreich nach dem Tod des Thronerben im Februar 1820 sah sich Madame Lenormand, die aufgrund ihrer Kontakte und ihrer Schriften als Person mit politischem Einfluss galt, nach Brüssel zu emigrieren. Dort wurde sie jedoch verhaftet und der Spionage beschuldigt. Nach langen Monaten ohne Gerichtsverhandlung erzwangen ihre Anhänger eine richterliche Entscheidung. Madame Lenormand wurde der Hexerei für schuldig befunden, jedoch nicht länger inhaftiert.

Nach der französischen Julirevolution im Jahr 1830 kehrte Madame Lenormand nach Paris zurück. Aufgrund ihrer Tätigkeiten war Madame Lenormand zu beträchtlichem Reichtum gekommen und betrieb das Kartenlegen nun nicht mehr öffentlich. Nur für ausgewählte Privatpersonen legte sie fortan die Karten. Ihrer Bekanntheit tat das jedoch keinen Abbruch. Am 25. Juni 1843 starb Madame Lenormand nach einem ärztlichen Behandlungsfehler.

Madame Lenormands napoleonische Weissagungen

In ihren Lebzeiten sagte Madame Lenormand einigen Begebenheiten richtig voraus, was in erster Linie ihren Ruhm begründete. Die frühe Voraussage der Absetzung der Äbtissin ist dabei nur das erste Beispiel von vielen nachfolgenden. Was Madame Lenormand vor allem in Kreise des Hochadels zu einer angesehenen Beraterin machte, waren ihre Voraussagen zu den Kaiserhäusern. Bis heute berühmt ist ihre Voraussage zu Napoleon Bonaparte. Nicht nur die Scheidung von Napoleon und seiner Frau Josephine erkannte Madame Lenormand anhand der Karten, sondern auch den Sturz Napoleons.

Die Lenormandkarten

Der Ursprung der nach Madame Lenormand benannten Karten ist nicht ganz klar. Madame Lenormand selbst hat zum Kartenlegen mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Eteilla-Kartendeck genutzt. Diese Wahrsagekarten waren in Frankreich zu der Zeit am verbreitetsten. Es ist auch möglich, dass Madame Lenormand ein solches Kartendeck dann eigenständig modifiziert hat, um bessere Voraussagen treffen zu können.

Die auch heute noch verbreiteten Lenormandkarten mit ihrem alltäglichen Darstellungen der kleinen Leute (Biedermeier-Stil) ist vermutlich erst nach ihrem Tod entstanden. Sie spiegeln aber genau den spirituellen Ansatz wider, den Madame Lenormand mit ihrer Auslegung der Karten verfolgt hat.

Die Lenormandkarten lassen sich in zwei unterschiedliche Kartendecks einteilen. Es gibt das Kleine Blatt mit 36 Karten, wie es auch zuerst entwickelt wurde. Die Anzahl mit 36 Karten ist typisch für Wahrsagekarten, wie sie auch Madame Lenormand genutz hat. Die Eteilla-Karten bestanden ebenfalls aus 36 Einzelkarten, wie auch viele Spielkartendecks aus dieser Zeit, die ebenfalls häufig zum Kartenlegen genutzt wurden.

Neben dem Kleinen Blatt gibt es aber auch ein Großes Blatt Lenormandkarten mit 54 Karten im Deck. Dieses Deck ist wahrscheinlich kurz nach dem Kleinen Blatt entstanden. Das Kleine Blatt fand jedoch in der Folge die größere Verbreitung, vor allem in Deutschland und durch deutsche Kartenhersteller. So ist bis heute das Kleine Blatt der Lenormandkarten bekannt und in Gebrauch.

Madame Lenormand
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